Der Schwimmer


Kunst im geöffneten Raum auf dem Land, ein offenes Atelier für einen Monat


Dank einer Unterstützung der Kulturhilfe SH ist es nun möglich einige ungewöhnliche Momente zu erleben. Das Projekt kann realisiert werden durch eine Anschubfinanzierung des






Ab dem 1. September wird im „Künstlerdorf Barnitz“ in der Werkstatt des Bildhauers und Zeichners Thomas Helbing, Lokfeld 12, für 4 Wochen an einer neuen plastischen Figur gearbeitet. Jeweils von 11:00 - 18:00 Uhr, montags, dienstags, donnerstags und freitags, besteht die Möglichkeit der Teilhabe durch Anschauung.

Der derzeitigen Situation folgend, ist es vielleicht eine Sinn-stiftende Tugend der bildenden Kunst mit dem Existierenden kreativ umzugehen und neues im Umfeld oft nicht fassbarer Gegebenheiten zu entwickeln. Kaum wissen wir wie es weiter gehen wird, wo oben und unten ist oder vorn und hinten. Wir erleben eine Unsicherheit, die uns oft an den sogenannten Sprung ins kalte Wasser erinnert. Daher ist es an uns, das Umfeld zu sondieren und mit starkem Willen zu schwimmen, um weiterzukommen, auch wenn die scheinbare Schwerelosigkeit verunsichert. 

Es entsteht nun eine Figur, die das Schwimmen zum Inhalt hat. Ein Blick auf einen Körper, der sich in diesem Element bewegt und dessen Ansicht immer wieder durch die physikalischen Eigenschaften des Wassers gebrochen wird, aber dennoch eine in sich unveränderte Form hat.


Obernkirchner Sandstein — im Norden während der letzten Jahrhunderte gern als Baumaterial und für plastische Gestaltung beliebt — ist der Stoff, in dem diese neue Figur nun ihre Form finden soll.

Jeder Arbeitsschritt wird hier auf dieser Seite im Netz dokumentiert. Mithilfe dieses Mediums ist es dann auch jenen, die nicht persönlich vorbeischauen können möglich diese Aktion zu verfolgen und von Beginn an die Entwicklung und Ausarbeitung einer Skulptur aus Stein mitzuerleben.

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1.9. 2020

Heute beginnt die Arbeit am Projekt und der erste Tag ist profan ausgedrückt der Tag an dem der Arbeitsplatz eingerichtet wird. Altlasten müssen umstrukturiert werden. Leider ändert sich das Ambiente dabei nicht immer zum Positiven. Tatsache ist aber, der Platz sollte überdacht sein, da wir nun im September gelegentlich auch mit Regen zu rechnen haben. Da auch dann die Arbeit an der Skulptur weitergehen soll, nun dieser Umbau.

Vorher

Zwischenstand

Zwischenstand

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3.9.2020

Tag Zwei der Arbeit.

Für heute ist das Ziel den Block, der mit 184 cm noch zu groß ist zu zerteilen.
120 cm ist das Maß, das ich brauche. Dann wird eine Zeichnungen in Originalgröße anzufertigen sein.  Dieselbe auf den Stein übertragen.
Eine solche Vorgehensweise ist eine seit der Zeit der Ägypter oder schon früher praktizierte Form der Umsetzung einer Idee in den Stein. Man beachte stets - abgetrennter Stein ist verloren - daher nicht reversibel. Planerisches Vorgehen daher zwingend und die Spontanität eher im Model und dann auch in der Variation, die das Material durch Bearbeitung und Oberflächenbehandlung zulässt.

Ich bin gespannt, ob ich heute alle Ziel erreiche Fotos  werden am Ende des Tages folgen.


Zeichnungen

Zeichnungen

Vor der Trennung

Zurichten und Schnitt

Keilen der beiden Teile

Das Ergebnis

Übertrag der Zeichnung

Übertrag der Zeichnung

Tatsächlich habe ich nun mein Tagwerk getan und alles erreicht, das ich geplant hatte. Die Zeichnungen auf Architektenpapier übertragen, sogenannte Brettungen aus Pappe hergestellt. Den Stein auf das richtige Maß zugerichteten die Zeichnungen auf das Material aufgebracht. Es gab auch Besucher, war also ein sehr erfolgreicher Tag.

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4.9.2020

Heute muss ich von hinten anfangen. Das bedeutet: daran denken wie die Figur nachher auf einem Sockel präsentiert werden soll. Zu diesem Zweck ist es unabdingbar das Gewicht zu berechnen und die notwendigen Eingriffe für  Befestigungen vorzunehmen. 

Dem Model entsprechend wird die Figur später auf zwei Rohren stehen um ein gewisses Maß an optischer Leichtigkeit zu gewährleisten. Das Ausgangsgewicht des Steins in seiner ursprünglichen Form betrug:  184 x 24 x 24 cm x 2,26 T = 240 Kg. Nun als getrennte Einheit: 120 x 24 x 24 cm x 2,26 T =  156 Kg. 

Ich werde also heute zuerst zwei Sechskant Gewindemuffen in den Stein einbauen mit einem M 20 Innengewinde. Diese in Verbindung mit einer sicheren Stahlkonstruktion müsste das spätere Gewicht, das geschätzt bei 100 bis 110 kg liegen wird gut tragen können.

Der  zweite Teil der Arbeit sollte natürlich ein erster Versuch sein sich in dem Material zurechtzufinden. Dieser Sandstein ist recht hart und vor allem, wenn er nicht Bruch-frisch ist, ein wenig zickig. Wir haben früher ein solches Verhalten etwas abmildern können, indem wir über mehrere Tage stark gewässerte Jutesäcke über das Material gelegt haben. Nun zeigt sich doch wieder, dass eine gute handwerkliche Ausbildung in der Bildhauerei nicht von Nachteil sein muss. Es sei denn man hat einen Stab von Fachleuten, die diese Arbeit übernehmen. 

Ansetzen der Positionen für die Bohrungen

Bohren mit 40 mm Durchmesser

Die Bohrung 90 mm tief

Einbau der Muffe

Winkelrechtes ausrichten der Muffen und einkleben

An-Beizen der Fotm in der Draufsicht

Was angedacht wurde ist erledigt. Die Abbildungen zeigen, dass Bohren und einfügen der Muffen. Eingebettet sind sie dann mit einem Spezialkleber und Winkelrecht ausgerichtet. Der Aufbau ist dadurch gesichert. Die letzten Bilder zeigen das Sogenannte Anbeizen der Aufriss-Zeichnung. Diese Vorbereitung verhindert später ein Abbrechen der Kanten. Die nächste Phase ist nun das Herausarbeiten der Grundform. So sind nun die Kanten geschützt. Montag, den 7.9. geht es weiter.

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7.9.2020

Der Stein ist in Position, die für die spätere Aufstellung notwendigen Applikationen eingebaut, die Umrisse aufgebracht und der erste Test war erfolgreich.

Das Material ist hervorragend und bisher scheint es zu gelingen. 

Ich hoffe nun - habe mir bis Mitte November Zeit für dieses Projekt eingeräumt - auch ein passables Ergebnis zustande zu bringen. 

Heute ist dann auch noch ein Artikel in den Lübecker Nachrichten erschienen.

Die nächsten Tage sind dazu bestimmt die Umriss-Form von Oben und Unten herauszuarbeiten und zu präzisieren. Werde dies wie gewohnt dokumentieren.

Die Werkzeuge, die ich nun dafür verwende, sind traditionell.
Ein Beizeisen um den Rand zu definieren und für die spätere Bearbeitung eine stabile Kante zu erzeugen. Dies verhindert im Allgemeinen ein ungewolltes Abspringen der Flächen im Winkel zur Arbeitsebene. Dann folgt das Herausarbeiten der Masse mithilfe eines Spitzeisens, gefolgt von einem Zahneisen zur Einebnung und Zusammenfassung der Form. Ein Flach oder Scharriereisen schafft es dann die Fläche gleichmäßig und Winkelrecht zur Seite auszubilden. Danach wird die entstandene Fläche geschliffen.



Ein Spaziergang klärt und schafft Raum für Neues

Ich zeige Ihm meine Werkzeuge 

Spitzen und Zahnen

Spitzen und Zahnen

langsame Annäherung an die Form

langsame Annäherung an die Form

Manchmal ist es mühselig, aber ich möchte trotzdem auch heute anzeigen, was erreicht wurde. Wie man sehen kann bin ich der Form schon ein wenig näher gekommen.

Morgen geht es weiter, in der Hoffnung diese Seite abzuschließen.

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8. 9. 2020

Heute wird fortgeführt, was gestern begonnen wurde. Vielleicht ist es möglich die erste Seite in der angedachten Form fertigzustellen und dann zu drehen, um die zweite dann am Donnerstag zu beginnen.

Auf gehts….

langsame Annäherung an die Form

langsame Annäherung an die Form 

Der letzte Abschnitt wird angegangen

Die erste Seite ist nahezu fertig

Die erste Seite ist nahezu fertig

Der Tag war gut. Auch heute hatte ich Besuch und durfte ein wenig erklären und zeigen.

Diese Seite ist nun fast fertig, sodass ich erst einmal drehen und an der anderen weiter arbeiten kann.

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10. 9. 2020

Heute wird der Stein wieder einmal gedreht und dann die zweite Seite in Angriff genommen. Freue mich auf einen sonnigen Tag an der frischen Luft. Wenn auch etwas müde….

Zuerst aber werden die Grundlinien nachgezogen, um die Brettung neu zu kalibrieren.

Natürlich ist auch der kleine Krahn regelmäßig im Einsatz

Der Bereich der Beine

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11. 9. 2020

Der elfte September, was für ein Datum. Viele werden sich an die Bedeutung erinnern.

Aber auch hier, bei der Arbeit ist eine gewisse Routine eingegangen,  so auch heute. 

Die Seite wird weiter in Form gebracht. Kritisch ist natürlich immer, dass man durch diese scheinbare Gleichförmigkeit die Konzentration verliert und die Aufgabe unterschätzt. Wesentliche Fehler, nicht reversible können entstehen, dies gilt es zu vermeiden.

Schleifen der ersten Seite

Schleifen der ersten Seite

Spitzen und Zahnen der zweiten Seite

Spitzen und Zahnen der zweiten Seite

Auch wenn es scheinbar nun langsamer vorangeht, ist die Arbeit heute gut von der Hand gegangen. Ich hatte auch heute wieder Besuche und durfte meine Arbeit erklären und den Fortgang schildern. Danke an alle, die sich für dies Projekt interessieren. Am Montag wird es weiter gehen und ich hoffe bis Dienstag auch diese Seite abschließen zu können. Dann beginnt  der Antrag der seitlichen Formen.

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14. 9. 2020

Die dritte Woche beginnt. Habe einiges vor und hoffe alles zu erreichen. 

Schleifen der ersten Seite

Spitzen und Zahnen der zweiten Seite

Spitzen und Zahnen der zweiten Seite

Spitzen und Zahnen der zweiten Seite

Stockhammer im Einsatz

Stockhammer im Einsatz

Viel erreicht heute? Ja. 

Außerdem wieder sehr interessierte Besucher gehabt. Es ist eine große Freude neben der eigentlichen Arbeit am Stein auch vermitteln zu dürfen wie diese Arbeit entsteht.

Ein neues, bisher nicht genutztes Werkzeug hat dann auch seinen Eingang in die Arbeit gefunden. Der Stockhammer: Ein schweres mit im Quadrat angeordneten Spitzen versehenes Arbeitsmittel, mit dem sich hervorragend Flächen bearbeiten lassen. Die beiden Videos sollen einen kleinen Eindruck vermitteln. Nachdem die Ebenen mithilfe des Spitzeisens einen großen Teil ihrer Masse verloren haben ist dieses Werkzeug der Ideale Partner in der Nivellierung der Oberfläche. Es folgt die abschließende Bearbeitung mit dem Scharriereisen.

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15. 9. 2020

Der Tag wird bestimmt sein durch die Verwendung des auch gestern schon kurz eingebetteten Werkzeugs. Wenn die Flächen ihr Niveau erreicht haben, werde ich sie mit dem Scharriereisen auf ihr abschließendes winkelrechtes Maß herunterbrechen. Danach schleifen.

Schleifen der ersten Seite

gestockte Oberfläche, Detailansicht

gestockte Oberfläche

kurz vor dem Abschluss

Möglicherweise ist es für den Zuseher interessant einmal die Spuren der Einwirkung des Stockhammers auf die Oberfläche des Obernkirchner Sandsteins zu sehen. Anhand der vorher gezeigten Videos, die hoffentlich für jeden sichtbar waren, kann man deutlich die Gewalt ermessen, mit der die Oberfläche zertrümmert wird. Auch eine starke körperliche Belastung, aber nichtsdestoweniger effektiv.
Die Arbeit an dieser Seite ist nahezu abgeschlossen und der letzte Schliff wir nun auch hier das erwünschte Ergebnis bringen.

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17. 9. 2020

Am heutigen Tag wird die Oberfläche nachgeschliffen, dann die quadratische Einteilung aufgebracht und mit der Ausarbeitung der seitlichen Ansicht begonnen. Siehe dazu die Zeichnung.

Schleifen der ersten Seite

Seitenansicht

winkelrechte Arbeit an der Figurenoberseite

Schleifen abgeschlossen. Quadrate aufgezeichnet und angerissen. Figur aus der Seitenansicht auf die Oberfläche projiziert und übertragen. Mit der Arbeit an der Oberkante des Schwimmers begonnen. 

So kurz könnte man den reichen Tag beschreiben. 

Eine weitere Erfahrung ist das vorsichtige und wohlüberlegte Übertragen der Zeichnungen. Was wäre, wenn ich die Zeichnung aus dieser Perspektive seitenverkehrt übertrage. Es hätte katastrophale Folgen. Die Figur wäre im Eimer und das Projekt gescheitert.

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18. 9. 2020

Der heutige Tag wird von der Weiterarbeit an der Figurenoberseite bestimmt sein.

Abtrag der Oberseite in der Seitenansicht
Abtrag der Oberseite in der Seitenansicht

Abtrag der Oberseite in der Seitenansicht

Abtrag der Oberseite in der Seitenansicht

Der Freitag ist nun der letzte Tag in der dritten Woche gewesen. Ich hatte wieder Besuch und freue mich über die Kontinuität in der Aufmerksamkeit für dieses Projekt.

Es ist mühsam, aber geht voran und ich freue mich jeden Tag darauf diese Arbeit voranzubringen. Heute kam im Laufe des Tages doch immer wieder die Frage auf, welcher Preis nach Abschluss der Ausführung eigentlich für diese Skulptur angemessen ist. Insgesamt werden wohl 10 Wochen ins Land gehen. Eine schöne Zeit, nur was mag dieselbe einer/einem Käufer/in Wert sein. Welche Zahlen kann und muss man für eine Preisfindung zugrunde legen. Einen Stundenlohn oder einen Monatssalär, Material und Werkzeug, Steuern und die Provision einer Galerie. Es bleibt eine spannende Frage.

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21. 9. 2020

Es kehrt ein wenig Routine ein. Das Wetter verspricht einen sonnigen Tag und es wird sich am Abend zeigen was heute alles passiert ist. 

Abtrag der Oberseite ist abgschlossen

Nun ist die Seite abgeschlossen und ich kann, nachdem der Feinschliff erfolgt morgen drehen, um die Unterseite zu beginnen.

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22. 9. 2020

Heute werde ich nach dem Feinschliff zuerst die Linien übertragen und dann erneut drehen, um die Unterseite zu bearbeiten.

Abtrag der Oberseite in der Seitenansicht
Abtrag der Unterseitseite in der Seitenansicht

Abtrag der Oberseite in der Aufsicht

Abtrag der Unterseitseite in der Seitenansicht

Das Schleifen der Formen wird durch die Anzahl an Bewegungen in der Oberfläche zusehend schwieriger. 

Auf dem ersten Bild sieht der geneigte Betrachter nun aber auch deutlich wie wichtig und effektiv der Einsatz eines Scharriereisens ist um der Fläche eine Winkelrechte Form zu geben.

Die Quadrate wurden erneut aufgezeichnet und der Stein gedreht. Deutlich sichtbar wird nun auch wie viel Masse bereits abgetragen ist. 

Damit die Arbeit vorangeht, ist nun eine Ausrichtung des Steins durch die Unterstützung von Hölzern gegeben. 

Die letzte Seite, die untere Seitenansicht ist nun das Ziel der Arbeit. Immer noch bewege ich mich im Rahmen einer seit der ägyptischen Antike geübten Praxis. 

Es ist diese Verbindung, über die Zeiten hinaus, die eine Vielfalt von Gefühlen auslösen kann. Es ist der Stolz auf eine Tradition, die sich immer noch leben lässt, wenn auch mit anderen Ausdrucksformen. 

So ist aber eben auch die innere Verbindung mit all diesen Menschen, die Ihre Gedanken in Stein verewigt haben und auch in Zukunft verewigen werden. Ich schaue mir die Kathedralen an und fühle mich wie selbstverständlich in einer Familie aufgehoben. Menschen deren Namen ich meist nicht kenne, die mir aber durch Ihre Arbeit vertraut und so gegenwärtig sind. 

Es wäre wünschenswert dieses ergreifende Gefühl allen Mitmenschen, insbesondere den Zerstörern der Humanität, einimpfen zu können.

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25. 9. 2020

Ein Tag ist vergangen und war mit anderen Aktivitäten gefüllt. 

Ich hatte das Glück mit Kollegen zusammenzukommen und einen fruchtbaren Austausch. 

Gestärkt durch den Ansatz von Gemeinsamkeit wird nun der folgende Arbeitstag der Vollendung der vierten Grundform gewidmet sein.


Abtrag der Oberseite in der Seitenansicht
Abtrag der Oberseite mit dem Spitzeisen

Abtrag der Oberseite in der Seitenansicht

Abtrag der Oberseite mit dem Spitzeisen

Abtrag der Oberseite mit dem Spitzeisen
Der Abschnitt wird mit dem Zahneisen so lange bearbeitet, bis die Fläche im rechten Winkel steht

Abtrag der Oberseite mit dem Spitzeisen

Der Abschnitt wird mit dem Zahneisen so lange bearbeitet, bis die Fläche im rechten Winkel steht

Die Seite wird weiter abgetragen. Zuerst mit dem Flacheisen der sogenannte Riss gezogen und herausgearbeitet, hernach mit dem Spitzeisen die Masse abgetragen und dann die Fläche mit dem Zahneisen ausgeformt. So wird nun die Form der einen Seite auf die andere übertragen und im rechten Winkel stets kontrollierend angepasst.


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28. 9. 2020

Heute beginnt die fünfte Arbeitswoche. Ich bin gespannt, was sich erreichen lässt. Mit dem kommenden Mittwoch endet die offiziell geförderte Zeit.


Nun ist es tatsächlich einmal ein Tag ohne ein Foto. Ich hatte nur vier Stunden Zeit zum Arbeiten und dies ist dann doch nicht so ergiebig. Lohnenswertes Bildmaterial gibt es dann erst wieder morgen.

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29. 9. 2020

An diesem Dienstag möchte ich die Seite beenden. Dann wird es spannend, denn ich muss mich darum kümmern, wie nun die Details herausgearbeitet werden.

Zahneisen

Die noch stehenden Formen werden gezahnt.

Die noch stehenden Formen werden gezahnt und dann mit dem Scharriereisen geglättet

Die noch stehenden Formen werden gezahnt und dann mit dem Scharriereisen geglättet

Die Fläche ist geschliffen und die Quadrate aufgezeichnet.
Die Fläche ist geschliffen und die Quadrate aufgezeichnet.

Die Fläche ist geschliffen und die Quadrate aufgezeichnet.

Die Fläche ist geschliffen und die Quadrate aufgezeichnet.

Am letzten offiziellen Arbeitstag ist die Grundform nun vollendet. 

Wie sichtbar, die restlichen Vertiefungen herausgearbeitet, durch Zahneisen und Scharriereisen. 

Der letzte Arbeitsgang war dann das Ausschleifen der Flächen. Die Linien wurden übertragen. 

Nun ist das Gitternetz wieder vorhanden, mit dem dieser Arbeitszyklus begann und ich kann hernach mit der detaillierten Feinarbeit beginnen. 

Bisher habe ich es vermieden das Modell zu präsentieren, dass ich als Grundlage benutze. Viele Zuseher können sich wahrscheinlich das Ergebnis noch nicht vorstellen. Daher ist noch etwas Geduld gefordert. Fort folgend wird sich nach und nach herausschälen welche Form die Skulptur letztendlich hat. 

Die nächsten Tage werde ich in Abgeschiedenheit mein genaues Vorgehen planen und dann ab dem kommenden Dienstag an der Figur weiterarbeiten. 

Es steht Ihnen frei mich auch weiterhin zu besuchen. Die Arbeitszeit wird, die bereits kommunizierte sein. Sollte ich nicht vor Ort sein so bitte ich Sie wiederzukommen. 

Bis Mitte November möchte ich die Herstellung abgeschlossen haben, rechne also insgesamt mit einer Zeit von ca. 350 Stunden für dieses Objekt.

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30.9 - 5. 10. 2020

Arbeitspause und Planung der nächsten Schritte.

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6. 9. - 9. 9. 2020

Nach einer kurzen Pause geht es nun weiter voran und die Entscheidung über das Vorgehen ist in den Tagen davor eindeutig ausgefallen. Ich beginne die Oberseite zuerst herauszuarbeiten.

Deutlich sichtbar wird nun der Sinn der Quadrate. Sie dienen der Orientierung und sind durch ihre Linearität auch Verstärker der bereits ausgeführten Formen. Die so deutlicher sichtbaren Profile erleichtern die Formgebung. Die erste Arbeitsphase ist eingeläutet durch das Freilegen der Partien des Gluteus und des Kopfbereiches.


In der kommenden Woche wird diese Seite in weiteren Partien ihre Form finden.

Zahneisen

Beginn der Arbeit an der Oberseite

Regelmäßiges nachsetzen der Quadrate hilft bei der Orientierung

Die Änderung des Blickwinkels klärt das weiterarbeiten

Der Bereich um den Kopf ist die nächste hoch stehende Form

Der Bereich um den Kopf ist die nächste hoch stehende Form

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12. 9. - 16. 9. 2020

Nun habe ich vorerst den Entschluss gefasst nun noch wöchentlich und nicht täglich von der Arbeit zu berichten. Möglicherweise wird so deutlich sichtbarer welche Veränderungen an der Figur zu erkennen sind.

Scheinbar streichelnd und nicht in vorschneller, eher von blindem Aktionismus getragener Energie, werden die einzelnen Elemente, Stück für Stück, Schicht für Schicht abgetragen. Es zeigt sich wie wichtig es ist, immer wieder in Abstand zum Objekt zu treten, um im Dialog mit der Form die genaue Linienführung der Elemente zu prüfen, zu beurteilen und dann zu ändern, was nötig ist.

Die Linien des Spitzeisens kennzeichnen den ersten Schritt und die Form wird zur besseren Übersicht mit dem Zahneisen anschließend zusammengezogen. 

Das Ergebnis dieser Woche zeigt einen deutlichen Schritt vorwärts. Die Seiten der Figur werden nun zusehends mit einbezogen, um dann zum Abschluss mit der Unterseite das Finish zu finden. 

Die Quadrate im Dienst der Orientierung

Skizzen an der Seite zeigen den Verlauf

Skizzen an der Seite zeigen den Verlauf

Mit dem Spitzeisen wird der Kopf befreit

Der Übergang zu rechten Schulter

Der Übergang zu rechten Schulter

Zur Kontrolle der Form gehört Abstand

Zur Kontrolle der Form gehört Abstand

Zur Kontrolle der Form gehört Abstand

Mit dem Zahneisen werden die Oberflächen zusammengezogen

Der Rücken entwickelt sich

Zwischendrin werden die Quadrate immer wieder erneuert

Ständige Kontrolle ist wichtig

Die Drehbewegung in der Figur muß noch deutlicher werden

Es soll eine gelungen Abstimmung zwischen Figur und Wasser geben

Der Rücken wird immer deutlicher sichtbar

Der Rücken wird immer deutlicher sichtbar

Der Kopf ist noch nicht bis zum Punkt ausgearbeitet

Der Aufbau der großen Welle wird immer sichtbarer

Im Abschluss der Woche

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19. 10 - 23. 10. 2020

Erste  Formen sind geschliffen. Dies ist in meiner Art voranzuschreiten meist einer Klärung der Lage. 

Arbeitsspuren können eine Form bereichern und auch für den Ausdruck notwendig sein. Es gibt zahlreiche Gründe diese Spuren in die Gestaltung miteinzubeziehen. Gespitzte Abschnitte zentrieren, verdichten die Bewegung, schaffen eine Verstärkung der Hell-Dunkel Kontraste und sind dadurch ein Mittel scheinbar flache Partien künstlich zu vertiefen, allein aufgrund ihrer lichten Unruhe. Gezahnte Oberflächen ziehen zusammen und haben einer Schraffur in der Grafik und Zeichnung vergleichbare Wirkung das Auge zu lenken. Lineares durch flaches Ansetzen des Werkzeugs und fortführende Bewegung zeichnen, senkrechtes Aufsetzen erschaffen zarte Strukturen die nach kurzem Anschleifen den Charakter eines Inkarnat's erfüllen können.

Diese Beschreibung einiger Möglichkeiten deutet im Ansatz die Vielfalt, aber auch die Verantwortung an, die in den Entscheidungen liegen, bestimmte Flächen im Ausdruck und damit auch in Emotion und Geist mit Leben durch gezielten Einsatz der Mittel zu füllen.

In ihrer Vielfalt und Kombination schier unendlich erschafft sich so eine Erlebniswelt, die den Blick auf die Form lenken, aber auch zu kontrollieren vermag. Dem sensiblen Betrachter eröffnet sich eine Welt mit großer Erlebnis Vielfalt, die allein für sich stehen könnte. Verlangt dem/der Bildhauer/in aber auch eine Menge ab. 

Die Entscheidungen diese Arbeit betreffend sind noch nicht am Punkt und das Ringen um den besten Ausdruck ist im vollen Gang.

Die Suche nach dem richtigen Ausdruck und seiner Form

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